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SCHIERITZ


Die erste bekannte Nennung des Ortes ist auf das Jahr 1350 zurückzuführen. Es sind die Hof- und Gutsbesitzer Domina Agnes und Anna de Schiricz, auch Schyricz, genannt, die dem Ort den Namen gaben. Erklärbar ist der Ursprung des Ortsnamens aus "Sirica" - "sir" (die Breite), es verweist auf die Lage des Ortes, der sich in die breite Talaue des Ketzerbaches einfügt. Die Eingemeindung zu Zehren erfolgte bereits 1935. Schieritz hat heute rund 249 Einwohner.

Bekannt ist Schieritz mindestens seit 1260, als Dominus Conradis, Konrad von Schleinitz, mit der Burg Schieritz belehnt wurde. Eine burgartige Anlage existierte demnach bereits in dieser Zeit. Und es kann davon ausgegangen werden, dass unterhalb dieser Burg auch Bedienstete und Handwerker sesshaft geworden waren. Am Unterlauf des Ketzerbaches siedelten schon hunderte Jahre vorher verschiedene Stämme der Jäger und Sammler. Davon zeugen zahlreiche Keramikfunde.
Auch der Bereich um das Schloss Schieritz ist altes Siedelland und gehört zu den forschungsgeschichtlich ältesten archäologischen Fundstellen Sachsens.

Das Landschaftsbild von Schieritz wird hauptsächlich durch sein Schloss beherrscht, unterhalb dessen sich die Schlossmühle Schieritz befindet.

 
Schloss Schieritz
Mühle Schieritz

Durch den Ort schlängelt sich die Ketzerbach, die in Zehren in die Elbe mündet. Über den Ketzerbach führen zwei Brücken: die Wiesenwegbrücke und die Brücke in der Nähe der Mühle, die Brauereibrücke.

Schieritz hat auch eine sportliche Geschichte. Ein großer Fußball- und Reitplatz wird noch heute vom Fußball- und vom Reitverein genutzt auf denen jährlich Veranstaltungen und Wettkämpfe ausgetragen werden.

Die Liebe zu ihrem Heimatort und ihren größten Herzenswunsch brachte eine ehemalige Einwohnerin von Schieritz in einem Gedicht zum Ausdruck.


Gedicht über Schieritz

Heimat bist du mir geworden,
Tal der Ketzer, leuchtend grün;
an den dichten bewachs´nen Hängen
seh ich die Robinien blühn.

Diesen Duft im Monat Juni
nehm ich gierig in mir auf;
und ich wand´re immer wieder
an des kühlen Baches Lauf.

Still grüßt mich dein Schloß von oben,
das nun einsam, öd und leer.
Längst des Turmes Haub´enthoben -,
zieht nun der Tauben Schwarm umher.

Hans von Schleinitz ließ es bauen
vor nun rund vierhundert Jahr.
Ach, könnt er es heute schauen
bräch das Herz im Leib ihm gar.

Heimat bist du mir geworden,
Tal der Ketzer, leuchtend grün,
eines Tages, das wünsch ich mir,
wird auch dein Schloß neu erblühn.

Ida Schwarzer