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OBERMUSCHÜTZ


Die Erstnennung des Ortes 1334 als "Muchsvicz superius" ist altsorbisch. Die Schreibweise änderte sich im Laufe der Jahre bis 1551 zu Obermoschitz. 1935 fand die Eingemeindung nach zehrne statt. Obermuschütz hat heute rund 57 Einwohner.
Der Ort wird als Platzdorf am oberen Rand eines Trockentales, nach dem 70 m tiefer gelegenen Niedermuschütz bezeichnet. Der Ort liegt an der Bundesstraße B 6. Nach Durchfahren des Ortes Zehren in Richtung Leipzig erreicht man Obermuschütz, nachdem man den "Zehrener Berg" erklommen hat.

Obermuschütz ist von landwirtschaftlicher Fläche umgeben. Der fruchtbare Boden gehört zum "Zscheilitzer Lößriedel", welcher wiederum als flache Lößhochfläche Teil der "Lommatzscher Pflege" ist. Die Landwirtschaft spielte im Ort schon immer eine große Rolle.

Nach der Gründung der LPG wurde 1965 für die Vielzahl der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte ein umfangreicher Technik-Stützpunkt errichtet. 1969 wurde für die Rindermast als Pilotprojekt für 400 Tiere ein Maststall angelegt. 1970 entstand eine größere Rindermastanlage für 1680 Tiere. Rinderzucht betreibt heute ein privater Landwirtschaftsbetrieb.
Die ehemaligen Stallgebäude werden heute von einem Baubetrieb genutzt. Auf dem ehemaligen Technik-Stützpunkt hat sich ein kleines Gewerbegebiet entwickelt in dem sich verschiedene Handelseinrichtungen, eine Tankstelle und eine Gaststätte befinden.

Am Südrand des Dorfes wurde bis Beginn des 1. Weltkrieges tertiärer Ton abgebaut.
Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage war Obermuschütz  im 2. Weltkrieg Kampfgebiet. Durch Artillerie-Beschuss sind damals 16 Gebäude niedergebrannt, die nur zum Teil später wieder aufgebaut wurden und deshalb viele Einwohner nach Riesa evakuiert wurden.

Von Obermuschütz bietet sich ein herrlicher Blick auf die Landschaft in Richtung Elbe bis zu den Weindörfer und dem Golkwald auf der rechten Seite des Flusslaufes.