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NIEDERMUSCHÜTZ


Die Ersternennung des Ortes geht mit der Erwähnung eines Ritters „Rodegerus de Moskewiz“ um 1180 einher der hier seinen Rittersitz hatte. 1428 wurde daraus die Bezeichnung „Nedir Muschewicz“. Lange Zeit war der Ort slawischer Siedlungsschwerpunkt.

Niedermuschütz liegt nördlich von Zehren entlang der Elbe in Richtung Göhrischberg. Durchflossen wird der Ort vom Widderbach, der bei Obermuschütz entspringt, einen alten Elbearm als Bachbett nutzt und am Göhrischberg in die Elbe mündet. Der Ort hat eine ungewöhnliche Form, er setzt sich aus drei Sackgassen zusammen und besteht im Wesentlichen aus Drei- und Vierseitenhöfen.
Zum Ort gehört eine Häuslerreihe gelegen entlang der Straße noch bevor es in die Niederung hineinführt. In der sog. „Niederlage“, in der Nähe zur Fährstelle nach Kleinzadel gelegen, war über lange Zeit eine Lager- und Umschlagstelle für Güter verschiedener Art. Die drei Winzerhäuser an der Straße aus dem Ort herausführend in Richtung Niederlommatzsch deuten auf den Betrieb von Wein- und Obstbau hin.



Nördlich des Ortes an der Weggabelung zum Eckardsberg befindet sich die ehemalige Hopfendarre – ein Zeitzeuge des Hopfenanbaus nach Gründung der LPG. Die großen Höfe wurden zur Zeit der LPG als Bullen- und Schweinmastställe genutzt und heruntergewirtschaftet. Heute sind die Höfe den Eigentümern zurückgegeben und teilweise modernisiert und zu Wohnungen ausgebaut.

Im Hangbereich um Niedermuschütz gibt es größere Streuobstwiesen. Vom Elbufer hat man einen herrlichen Blick auf  die andere Elbseite, den Golkwald, Nieschütz und Diesbar. Elbaufwärts schweift der Blick bis Kleinzadel.

Niedermuschütz war bis 1935 selbständige Gemeinde und danach Ortsteil von Zehren. Heute wohnen 123 Einwohner in Niedermuschütz.