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NAUNDÖRFEL


Etwa 2 km östlich von Diera, still und abseits von Straßen, erstreckt sich das kleine Dorf in einer flachen Mulde nach dem Gosetal.

Naundörfel – „Neues Dorf, früher Nuwindorf“ - wurde am 5. April 1344 erstmals urkundlich erwähnt und ist offenbar eine Spätgründung „auf wilder Wurzel“, worauf auch sein Name hinweist. Durch seine eigenartige zweiteilige Flur lässt sich erkennen, daß es zwischen bereits bestehenden Fluren eingeschoben ist. Noch bis ins 19. Jahrhundert wird Naundörfel als reines Bauerndorf bezeichnet. Die Weinberge bezeugen, dass hier früher auch Weinbau betrieben wurde.

Das auffälligste Gebäude im Ort war die Windmühle, die durch den Beschuss einer deutschen Werferbatterie vollständig abbrannte.

Eine platzähnliche Verbreiterung, befindet sich unmittelbar am Südanfang des Ortes, eine Linde und ein Denkstein (König-Albert-Linde) zierten diesen Platz. Die Linde wurde zu Ehren des 50-jährigen Regierungsjubiläums von König Albert gepflanzt. Diese Stelle diente lange Zeit als Treffpunkt für Kinder, die dann gemeinsam zur Schule gingen. 1962 wurde die Linde wegen dem Straßenbau gefällt. Die Bewohner von Naundörfel haben sich viel Mühe gegeben, ihre großen, meist Dreiseitgehöfte zu erhalten. Diese Bemühungen wurden nach der Wende fortgesetz. Dadurch hat Naundörfel seinen bäuerlichen Charakter erhalten und sich zu einem sehr schönen Ort, mit gut erhaltenen Gebäuden entwickelt. Derzeit sind in Naundörfel 133 Bürger beheimatet.