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LÖBSAL


Das Dorf ist slawischen Ursprungs (Lubesov = altsorbisch: Ort des Lubos) und wurde 1277 erstmals urkundlich erwähnt. Es unterstand bis zur Reformation dem Kloster Seußlitz, später dem Rittergut Seußlitz.

Die Bebauung des Ortes, mit seinen überwiegend Zwei- und Dreiseithöfen, geht in das 19. Jahrhundert zurück. Die Bewohner waren überwiegend Bauern und betrieben Acker-, Obst- und Weinbau. Heute leben in Löbsal knapp 34 Einwohner.



Durch die Errichtung der Gaststätte „Jägerheim“ im Jahr 1811 wurde Löbsal zu einem beliebten Ausflugsziel der Umgebung. Denn unmittelbar an den Golkwald anschließend bietet Löbsal einen guten Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren.

So verbindet der „Löbsaler Rundweg“ eine Reihe reizvoller Flecken: Durch die Weinberge führt der Weg zur „Schönen Aussicht“. Diese bietet seinen Besuchern einen malerischen Blick über die Elblandschaft.


Weiter führt der Weg zu einem seit der Bronzezeit (um 800 v. Chr.) bestehenden festen Burgwall („Liubusua“) westlich von Löbsal. Der Burgberg ist eine zweigeteilte Anlage mit einem kleineren, niedriger gelegenen und ehemals ebenfalls befestigten Abschnitt. Er liegt direkt oberhalb der seit urgeschichtlicher Zeit als Passstelle bedeutenden „Rauhen Furt“ der Elbe. Von Löbsal aus ist außerdem die zweite bedeutsame Wallanlage auf der „Goldkuppe“ in Diesbar-Seußlitz erreichbar.

Als Besonderheit ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass Löbsal die älteste Wasseranlage der Umgebung hatte. Aufgrund der Höhenlage des Ortes reichte das Wasser aus den Brunnen im Sommer oft nicht aus. So entschied man sich 1892 zu einer Versorgung mit Wasser aus einem ungefähr 1 km östlich des Ortes gelegenen Tales. Bis zum Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz 1988, wurde das Wasser in einen Hochbehälter gepumpt und dort gesammelt.