Die Ortsteile ...
 
Geschichte der Gemeinde ...
... links der Elbe
... rechts der Elbe
 
Lage mit Übersichtskarte
 
Rückblick
1000 Jahre Zehren
800 Jahre Diera
Frühjahrshochwasser 2006
 
Statistik

 
HEBELEI


Die Hebelei liegt unmittelbar an der Elbe in direkter Nachbarschaft zu Niederlommatzsch und ist bekannt durch das den Ort im wesentlichen prägenden „Naturerlebniszentrums Tierpark Hebelei“. Dieser kleine Ort besteht aus wenigen Häusern und zählt 59 Einwohner. Der kleine „Lommatzschbach“ trennt die Hebelei von Niederlommatzsch.

Über die Entstehung des Ortsnamens können keine exakten Angaben gemacht werden. So wurde bei der Beschreibung der großen Wasserfluten der Elbe 1784 die „Höbeley“ erwähnt. Bis 1840 wurde Weinbau betrieben – das deuten die Mauerreste und früheren Terrassen an, die heute mit Obstbäumen bepflanzt sind.


Der Weg durch die Hebelei von Niederlommatzsch kommend führt zum Göhrischgut und dem Göhrischberg. Dieser ragt mit einer Höhe von 152,4 m über die Elbe. Hier bestand bis 1935 ein Steinbruchbetrieb in dem der anstehende Biotitgranodiorit und der Zehrener Quarzporphyr angebaut wurden.

Göhrisch besteht aus einem Gut und dem 500 m entfernten Schmiedegut. Das Gut ist erstmals 1313 als Herrensitz erwähnt und gehörte 1696 bis 1764 dem Ritter Jahnishausen. Das Herrenhaus im derzeitigen Stil wurde um 1800 erbaut. Der Name ist aus dem Altsorbischen abgeleitet und im Wandel der Zeit als „Gerisch“, als Ort der Schlucht, an der Rinne oder am Graben, benannt worden. Heute ist das Gut mit seinem denkmalgeschützten Vierseitenhof sowie der Göhrischberg in privatem Besitz.

Früher gehörte auch die Göhrischgärtnerei zu Göhrisch, die sich südwestlich des Göhrischberges befindet. Zur Zeit der DDR wurde von der LPG Jungpflanzenanzucht und Gemüsebau betrieben. Seit 1996 ist sie mit 4 ha Land im Besitz der Staudengärtnerei Ihm.

Hebelei und Göhrisch waren bis 1935 Teile der Gemeinde Naundorf und später Ortsteile der Gemeinde Niederlommatzsch, ab 1994 zur Gemeinde Zehren zugehörig.